Intensivmedizinische Versorgung von Patienten mit intrazerebraler BlutungIntensive medical care of patients with intracerebral hemorrhaging

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作者
J. Diedler
M. Sykora
C. Herweh
B. Orakcioglu
K. Zweckberger
T. Steiner
W. Hacke
机构
[1] Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,Neurologische Klinik
[2] Neuroradiologische Universitätsklinik,Neurologische Universitätsklinik
[3] Neurochirurgische Universitätsklinik,undefined
[4] Comenius Universität Bratislava,undefined
关键词
Intrazerebrale Blutung; Therapie; Intensivmedizin; Prognostische Faktoren; Verminderung des Hämatomwachstums; Intracerebral hemorrhage; Treatment; Intensive care; Prognostic factors; Impedance of hematoma growth;
D O I
10.1007/s00115-010-3072-y
中图分类号
学科分类号
摘要
Etwa 10–15% aller Schlaganfälle werden durch eine nichtaneurysmatische intrazerebrale Blutung (ICB) verursacht. Aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung ist von einer steigenden Inzidenz auszugehen. Die Mortalität wird in Arbeiten aus den 1990er Jahren auf bis zu 50% geschätzt. Es ist jedoch zu vermuten, dass die schlechte Prognose durch eine „sich selbst erfüllende Prophezeiung“ mitbedingt ist, im Rahmen derer Patienten mit ICB häufig nur eine palliative Therapie erhalten. Eine neuere Studie zeigte, dass alleine die Behandlung auf einer spezialisierten neurologischen Intensivstation mit einer Reduktion der Mortalität assoziiert war. In den letzten Jahren wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, Therapiekonzepte für die intrazerebrale Blutung zu entwickeln und in randomisierten Studien zu prüfen. Neben dem neurologischen Status bei Aufnahme ist das Blutungsvolumen ein entscheidender prognostischer Faktor, und die rasche Eingrenzung der Blutung wurde als wichtiger therapeutischer Ansatz identifiziert. Im Anschluss an eine vielversprechende Dosisfindungsstudie zeigte eine Phase-III-Studie zwar eine Verringerung der Hämatomzunahme nach Gabe von aktiviertem Faktor VIIa innerhalb der ersten 4 h, ein signifikanter Effekt auf das klinische Outcome konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Ähnliche Ergebnisse fanden sich in einer randomisierten Studie zur Blutdrucksenkung in der Akutphase. Der Beleg aus randomisierten Studien, dass eine Verminderung des Hämatomwachstums sich in einer relevanten Verbesserung des Outcomes niederschlägt, steht somit weiterhin aus. Auch der Wert der chirurgischen Therapie ist nicht abschließend geklärt. In der bisher größten randomisierten Studie schien nur eine kleine Subgruppe der Patienten mit oberflächlich gelegener Blutung von der Ausräumung des Hämatoms zu profitieren. Diese Subgruppe wird derzeit in einer Nachfolgestudie untersucht. Ob die verbesserte intensivmedizinische Versorgung auch das funktionelle Outcome nachhaltig positiv beeinflusst, werden Daten der kommenden Jahre zeigen.
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