Bei der unabdingbaren Nutzung der internen Unternehmensrechnung im Rahmen des marktorientierten Zielkostenmanagements
ergeben sich einige Problembereiche, zu denen die Einperiodigkeit, die Gemeinkostenbehandlung sowie der
begrenzte Einsatz heuristischer, in Richtung auf optimale Lösungen lenkender Regeln zählen. Auch
wenn diesbezüglich in der Literatur vielfältige Erkenntnisfortschritte erzielt worden sind, ist
festzustellen, dass weiterhin einige methodische Schwachstellen bestehen. Daran setzt der vorliegende Beitrag
an. In diesem werden zunächst die Methodik und die Rechenmodelle des Target Costing kurz charakterisiert,
bevor die Entwicklung weiterführender Ansätze in Form einer dynamischen Zielzahlungsrechnung,
einer Retrograden Mehrproduktzielrechnung sowie einer grenzkosten- und grenznutzenorientierten Zielkostenspaltung
folgt. Neben bereits existierenden Lösungsvorschlägen aus dem Kontext des Target Costing werden
hierfür auch Anregungen aus der Investitions-, Kostenrechnungs-, Marketing- sowie Budgetierungstheorie
herangezogen.