Kinder von Eltern mit einer Borderline-PersönlichkeitsstörungPsychosoziale Aspekte der Versorgung in DeutschlandChildren of parents with borderline personality disorderPsychosocial aspects of care in Germany

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作者
Annika Seehausen
Babette Renneberg
Maksim Hübenthal
Henriette Katzenstein
Charlotte Rosenbach
机构
[1] Freie Universität Berlin,Erziehungswissenschaften und Psychologie, Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie
[2] Freie Universität Berlin,Erziehungswissenschaften und Psychologie, Arbeitsbereich Sozialpädagogik
来源
Psychotherapeut | 2022年 / 67卷 / 1期
关键词
Eltern-Kind-Beziehung; Psychosozialer Kontext; Störungsspezifische Angebote; Gruppenpsychotherapie; Interdisziplinäres Gesundheitsteam; Parent-child relations; Psychosocial context; Disorder-specific interventions; Group psychotherapy; Interdisciplinary health team;
D O I
10.1007/s00278-021-00550-1
中图分类号
学科分类号
摘要
Kinder psychisch kranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine psychische Störung zu entwickeln. Dabei spielen sowohl genetische, psychosoziale und familiäre Faktoren eine Rolle als auch die Verfügbarkeit bzw. Inanspruchnahme von Hilfesystemen. Eine besonders belastete Risikogruppe sind Kinder von Eltern mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS). Neben einer vergleichsweise hohen Heritabilität und psychosozialen Belastungsfaktoren wird auch eine dysfunktionale Eltern-Kind-Interaktion für die Entstehung der BPS mitverantwortlich gemacht. Eltern mit einer BPS haben häufig selbst negative Erfahrungen mit ihren Bezugspersonen erlebt, und es fehlt ihnen nicht selten ein positives Rollenmodell für einen wertschätzenden und liebevollen Umgang mit ihren Kindern. Angesichts des hohen Transmissionsrisikos sind präventive psychosoziale Unterstützungsangebote für Kinder und Familien mit psychisch erkrankten Eltern(teilen) besonders wichtig. Eine Intervention, die sich der Förderung der Erziehungskompetenz von Müttern mit BPS widmet, ist das Gruppentraining „Borderline und Mutter sein“. Unter Berücksichtigung störungsspezifischer Schwierigkeiten in der Mutter-Kind-Interaktion sollen dysfunktionale Erziehungsstrategien durch positive Erlebens- und Verhaltensmuster ersetzt werden. Neben der Entwicklung solcher spezifischen Hilfeangebote sind ein Ausbau und eine systematische Verzahnung der Hilfesysteme erforderlich. Dabei geht es um niedrige Zugangsschwellen, die Passgenauigkeit der Hilfen und die Durchlässigkeit zwischen Hilfeangeboten bei wechselnden Bedarfen.
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